Welche Vapes sind in Deutschland verboten?
Deutschland reguliert den Vape-Markt streng, aber welche Vapes sind in Deutschland verboten? Es stehen einige E-Zigaretten auf der Verbotsliste in Deutschland, meist handelt es sich sogar um EU-weit geltende Gesetze. Für 2027 ist ein Verbot von Einweg-Vapes geplant, auch gewisse Geschmacksrichtungen sind bald nicht mehr erlaubt. Was genau geplant ist, zeigen wir dir.
Inhaltsverzeichnis
- Vape-Verbot Deutschland - Welche Vapes sind bald verboten?
- Warum werden Vapes verboten?
- Gibt es bald ein allgemeines E-Zigaretten-Verbot?
- Warum wird ein Verbot für Einweg-E-Zigaretten gefordert?
- FAQ
Nicht nur das kommende Einweg-Vapes Verbot ist ein Thema in Deutschland; es gibt bereits illegale Vapes, die nicht erlaubt sind. Aber welche Vapes sind in Deutschland erlaubt und was sind illegale Vapes? Was passiert, wenn du illegale Vapes in Deutschland nutzt? Wir sagen es dir.
Vape-Verbot in Deutschland: Welche Vapes sind verboten?
In Deutschland sind einige E-Zigaretten bereits verboten, weitere werden folgen. Aber welche Vapes sind in Deutschland verboten und warum? Grundsätzlich liegen das Tabakerzeugnisgesetz (TabErzG) und die Tabakerzeugnisverordnung (TabErzV) zugrunde, die das Fassungsvermögen und die Inhaltsstoffe von E-Liquids festlegen und regulieren.
Hat eine Einweg-E-Zigarette mehr als 600 Züge, überschreitet die Tankgröße die maximale Tankdosis von zwei Millilitern pro Gerät und ist damit verboten. Das Gesetz geht davon aus, dass eine größere Menge zu einer potenziellen Gesundheitsgefahr durch Nikotinüberdosierungen führen kann, daher sind solche Geräte in Deutschland verboten.
Allerdings gibt es auch strenge Gesetze bezüglich der Verpackung und Kennzeichnung von E-Zigaretten. Ebenso muss die EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD) berücksichtigt werden. Diese Richtlinie begrenzt die maximale Nikotinkonzentration in E-Liquids auf 20 mg/ml und erlaubt höchstens 10 ml pro Liquid-Fläschchen. Wenn wir uns also die Frage stellen "Welche Vapes sind in Deutschland verboten?", müssen wir uns auch die Frage stellen: Wann liegt es am Gerät und wann am Liquid?
Eine E-Zigarette mit 2 ml Fassungsvermögen und 40 mg/ml Nikotin ist genauso verboten wie eine E-Zigarette mit 20 ml Fassungsvermögen und 10 mg/ml Nikotin.
Generell sind Vapes und E-Zigaretten nur für erwachsene Personen erlaubt; Jugendliche unter 18 Jahren dürfen damit nicht in Kontakt kommen, sie nicht kaufen, erhalten oder nutzen.
Warum werden Vapes verboten?
Vapes werden in Deutschland nicht ohne Grund reguliert oder verboten. Die Ziele des Gesetzgebers bestehen aus Gesundheitsschutz, Jugendschutz und Produktsicherheit. Einer der wichtigsten Faktoren ist das Nikotin. Der Stoff macht abhängig und kann vor allem bei Jugendlichen negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Gehirns haben.
Bei der Regulierung werden daher vor allem süße und stark beworbene Produkte in Augenschein genommen, die durch ihre Aromen (oft Gummibärchen, Süßprodukte etc.) den Anschein erwecken, harmlos und „lecker“ zu sein. Genau hier reguliert die Gesetzgebung, um keine falschen Analogien zu wecken.
Eine weitere Rolle spielt das Thema Sicherheit, denn ungeprüfte Ware besteht oft aus minderwertigen Akkus und fehlerhafter Elektronik. Einweg-Produkte aus Fernost gelten als besonders kritisch, da sie oft illegal verkauft und nicht ausreichend reguliert werden.
Doch auch außerhalb der gesundheitlichen Gründe gewinnt der Umweltaspekt an Aufmerksamkeit. Jedes Jahr werden Millionen Einweg-Geräte entsorgt und verursachen so immer mehr Elektroschrott, Batterieprobleme und Plastikmüll. Die Kombination aus Gesundheits- und Umweltfragen führt politisch gesehen dazu, dass E-Zigaretten immer strenger reguliert werden. In einigen Ländern, so zum Beispiel Thailand, sind die Geräte bereits verboten.
Gibt es bald ein allgemeines E-Zigaretten-Verbot?
In Deutschland sind illegale Vapes bereits verboten. Ein vollständiges Verbot von E-Zigaretten ist hierzulande allerdings nicht geplant. Dennoch gibt es von politischer Seite Forderungen, Aromen in E-Zigaretten sukzessive zu verbieten. Wir müssen uns also nicht nur fragen, welche Vapes in Deutschland verboten sind, sondern auch, welche E-Liquids dem Verbotshammer zum Opfer fallen könnten.
Das geplante Menthol-Verbot setzt die Branche bereits unter Druck, denn Menthol ist in vielen Geschmacksrichtungen als Zusatz enthalten. Noch gibt es (Stand Juli 2026) zwar keinen endgültigen Gesetzesentwurf, allerdings gilt es als erwiesen, dass Menthol in E-Zigaretten verboten wird.
Kommt es dazu, könnte auf illegale Vapes Strafe stehen, wenn sie beispielsweise den verbotenen Inhaltsstoff enthalten.
Der Drogenbeauftragte Hendrik Streeck fordert allerdings nicht nur ein Verbot von Menthol, sondern spricht sich auch für ein Verbot von süßen Geschmacksrichtungen aus. Kuchen, Kekse und andere Aromen sorgen für Bedenken, weil sie als Einstieg ins Vapen gesehen werden. Diesbezüglich gibt es allerdings noch keine genauen Informationen, ob es eine gesetzliche Änderung geben könnte.
Weltweit gibt es bereits einige Länder, die sich für ein generelles Verbot von E-Zigaretten entschieden haben. Hier musst du bei Reisen vorsichtig sein.
Nicht erlaubt sind Vapes beispielsweise in Thailand, Indonesien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Argentinien, Brasilien, Panama, Uruguay und einigen anderen Regionen der Welt. Du solltest dich bei Reisen daher im Vorfeld prinzipiell erkundigen, ob du im jeweiligen Land vapen darfst oder nicht.
Warum wird es ein Verbot für Einweg-E-Zigaretten geben?
Spätestens ab 2027 wird das Einweg-Vape-Verbot Deutschland erreichen - und das aus guten Gründen. Hier geht es primär um zwei Faktoren: einerseits die Umweltbelastung und andererseits den vermeintlich leichten Einstieg für Jugendliche. Vapes landen kurz nach der Nutzung im Müll; die Befüllung mit zwei Millilitern reicht den meisten Vapern maximal einen Tag. Umweltverbände und Entsorgungsunternehmen sehen darin ein großes Problem, denn in jeder Vape sind Kunststoffe, Elektronik und ein Lithium-Ionen-Akku verbaut.
Die Bestandteile enthalten wertvolle Rohstoffe und werden oft nicht fachgerecht entsorgt. Anstatt sie wie vorgesehen zum Elektroschrott zu bringen, landen sie im Hausmüll oder werden einfach in der Natur entsorgt. Jetzt soll das geplante Verbot Einweg-E-Zigaretten aus dem Verkehr ziehen und so Konsumenten und Umwelt schützen.
Die Probleme bei der Entsorgung führen zeitgleich zu einem Sicherheitsproblem, denn eigentlich gehören die Geräte auf den Recyclinghof. Wenn sie unsachgemäß entsorgt und dann beschädigt werden, führt das schnell zu gefährlichen Bränden.
Schuld am Verbot ist aber auch die EU-Batterieverordnung. Sie besagt, dass ab Februar 2027 alle Batterien in elektronischen Geräten leicht austauschbar sein müssen. Da die Akkus bei Einweg-Vapes aber fest verbaut sind, können sie die Aufgabe nicht erfüllen.
Infolgedessen wird als Ersatz auf Mehrweg-Vapes nach einem ähnlichen Funktionsprinzip gesetzt. Ein Akkuträger mit wiederaufladbarem Akku und ein Pod-System sollen ersetzen, was die Elfbar bislang bietet.
FAQ: Die wichtigsten Fragen rund um das Thema, welche Vapes in Deutschland verboten sind!
Warum sind Tornado Vapes in Deutschland verboten?
Tornado-Vapes sind in Deutschland immer dann verboten, wenn sie die gesetzlichen Grenzwerte überschreiten. Die meisten Modelle enthalten deutlich mehr als zwei Milliliter Liquid oder überschreiten die erlaubte Nikotinkonzentration von 20 mg/ml. Außerdem fehlen bei manchen Produkten die vorgeschriebenen Deklarationen und Kennzeichnungen.
Wann wird die Elfbar verboten?
Ein aktuelles Verbot der Elfbar ist nicht beschlossen, sofern die Produkte die gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Wenn allerdings in Deutschland das Einweg-E-Zigaretten-Verbot umgesetzt wird (spätestens ab Februar 2027), wird es auch einige Modelle der Elfbar treffen. Der Hersteller setzt daher jetzt bereits verstärkt auf Pod-Systeme und Elfliq, um seine Geschmacksrichtungen weiter zu erhalten.
Welche Liquids sind in Deutschland verboten?
Verboten sind alle Liquids mit mehr als 20 mg/ml Nikotin, mit nicht zugelassenen Inhaltsstoffen und fehlender Kennzeichnung. Auch nikotinhaltige Liquidflaschen mit über zehn Millilitern sind in Deutschland nicht zulässig.
Was passiert, wenn man das E-Zigaretten-Verbot ignoriert?
Wenn du verbotene Vapes kaufst, nutzt oder sogar weitergibst, musst du mit Bußgeldern und einer Beschlagnahmung deiner Vape rechnen. Auch weitere rechtliche Folgen sind möglich. Für Händler ist das Risiko allerdings deutlich höher als für private Konsumenten. Im Sinne der eigenen Sicherheit macht es aber keinen Sinn, verbotene Vapes in Deutschland zu nutzen.
Quellen:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/suchtbeauftragter-streeck-100.html
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/rauchen-tabak-zigaretten-who-100.html